Über

Die in Hamburg geborene Sopranistin Mojca Erdmann zählt zu den bedeutendsten und vielseitigsten Stars der internationalen Musikszene und wird von Kritikern und Publikum gleichermaßen gefeiert. Über ihre Rückkehr an die Metropolitan Opera 2012 schreibt die New York Times “Mojca Erdmann verkörperte Susanna gleichzeitig mit einer süßen und verführerischen Stimme sowie mit einer nüchternen Ernsthaftigkeit”. Mojca Erdmann ist bekannt für ihr breit gefächertes Repertoire, das von Barock bis zu zeitgenössischer Musik reicht und ist in allen wichtigen Opernhäusern, Festivals und Konzertsälen zu erleben.

Bio-3Mojca Erdmann beginnt die 14/15 Spielzeit mit Konzerten beim Musikfest Berlin, mit dem Kammerorchesterbasel und den Hofer Symphoniker bevor sie mit ihrem Debüt an der Mailänder Scala als Marzelline in einer Neuproduktion von Beethovens Fidelio, unter der Leitung von Daniel Barenboim, die Spielzeit eröffnet.

An der Berliner Staatsoper tritt sie wieder zusammen mit Daniel Barenboim für die Vorstellungen von Bergs Lulu auf und später in dieser Spielzeit auch für ein Konzert mit Musik von Boulez. In der Hauptroll der Lulu erscheint sie ebenfalls für eine Neuproduktion an der Oper in Amsterdam. Des Weiteren ist sie bei Konzerten und Liederabenden u.a. am Musikverein in Wien und in Bad Kissingen zu hören.

Ihr Debüt an der Metropolitan Opera New York gab die Sopranistin im Herbst 2011 als Zerlina in einer neuen Produktion von Mozarts Don Giovanni unter Fabio Luisi und in der Partie des Waldvogel in Wagners Siegfried. Im September 2012 veröffentlichte die Deutsche Grammophon eine DVD des Siegfried. In der folgenden Saison kehrte sie als Susanna in Mozarts Le Nozze di Figaro an die Metropolitan Opera zurück und gab 2012 ihr viel gefeiertes Debüt in der Titelrolle in Alban Bergs Oper Lulu in einer neuen Produktion inszeniert von Andrea Breth und dirigiert von Daniel Barenboim an der Staatsoper Berlin. Nach ihrem Debüt bei den Salzburger Festspielen 2006 in der Titelpartie von Mozarts Zaide unter Ivor Bolton war sie bereits 2007 und dann 2009 wieder dort zu Gast: Als Zelmira in Haydns Armida (in einer Christof Loy Produktion, dirigiert von Ivor Bolton). 2013 präsentierte Mojca Erdmann im Rahmen der Festspiele eine Reihe von Weltpremieren mit dem Scharoun Ensemble. 2014 übernahm sie dort als Sophie die Hauptrolle in der Neuproduktion Der Rosenkavalier, die Franz Welser-Möst dirigierte.

Wer sich auf diese Sängerin einließ, wurde fortgetragen auf einer sich ständig neu erfindenden Welle der Impulsivität, makellos und glasklar. So glasklar.


NÖN.at

Ihr Debüt an der Oper Amsterdam gab sie als Blondchen in Mozarts Die Entführung aus dem Serail unter der Leitung von Constantinos Carydis. Simon Rattle hat sie 2008 nach Aix eingeladen um Waldvogel in der Neuproduktion von Wagners Siegfried und 2009 bei den Salzburger Festspielen zu singen. Im selben Jahr debütierte sie als Sophie in Strauss’ Der Rosenkavalier in der Neuproduktion von Stefan Herheim an der Staatsoper Stuttgart, welche sie auch an der Bayerischen Staatsoper in München sang. Mojca Erdmann erschien für ein weiteres Debüt in einer Neuproduktion von Webers Der Freischütz am Theater an der Wien und debütierte als Zerlina bei einer Gala Vorstellung von Don Giovanni in Baden-Baden, wohin sie 2012 als Despina für die Neuproduktion von Così fan tutte zurückkehrte. Zerlina war auch die Rolle, die sie 2013 bei ihrem Debüt am Teatro Madrid verkörperte. An der Oper Köln trat sie als Pamina in Die Zauberflöte auf und als Marzelline in Fidelio an der Oper Nizza.

Bio-1Mojca Erdmann erscheint regelmäßig bei Konzerten und Liederabenden in Deutschland, Österreich, Dänemark, Spanien, Frankreich, Schweiz, Südkorea und Japan, wo sie zuletzt 2014 mit Vorstellungen von Orffs Carmina Burana und Catulli Carmina in Tokio und auf einer Liederabend Tour in mehreren Städten mit dem Harfenspieler Xavier de Maistre zu hören war. Sie ist ein häufiger Gast im Concertgebouw in Amsterdam, der Philharmonie in Köln und Berlin, der Alten Oper Frankfurt, wo sie von 2012-13 Artist in Residence war, dem Musikverein und dem Konzerthaus in Wien und der Laeiszenhalle in Hamburg. Sie hat ein umfassendes Konzertrepertoire und arbeitet oft mit Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Nikolaus Harnoncourt, Ivor Bolton, Manfred Honeck, Kent Nagano, Fabio Luisi und Daniel Harding. Sie ist mit den Berliner Philharmonikern aufgetreten, dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin, dem Bayerischen Radio Symphonie Orchester, den Wiener Symphonikern, dem Mahler Kammerorchester, dem Europäischen Kammerorchester und dem Schwedischen Radio Symphonie Orchester.

Die Sopranistin debütierte beim Lucerne Festival mit den Bamberger Symphonikern mit Ligetis Requiem unter der Leitung von Jonathan Nott. Nikolaus Harnoncourt hat sie zum Wiener Musikverein für Schuhmanns Paradies und die Peri, zum Amsterdam Concertgebouw Orchester für Szenen aus Goethes Faust eingeladen und zu der Berliner Philharmonie für Haydns Orlando Paladino. 2009 erschien sie als Sorge/Soprano 1 in Schumanns Szenen aus Goethes Faust mit dem Stockholm Radio Symphonie Orchester unter der Leitung von Daniel Harding, dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter Ingo Metzmacher und dem Orchester an der Mailänder Scala, dirigiert von Pinchas Steinberg, welches ihr Debüt an der Scala markiert. 2011 trat sie zusammen mit dem Mahler Chamber Orchestra mit Mahlers 4. Sinfonie auf der Asian Tour auf und bei Konzerten in Dortmund und Leipzig.

Mojca Erdmann ist eine außergewöhnlich vielseitige Sängerin und sehr gefragt für ihre Interpretationen zeitgenössischer Musiktheaterwerke: Ihr Debüt an der Berliner Staatsoper gab sie in der Uraufführung der Produktion Takemitsu – My Way of Life unter der Leitung von Kent Nagano. 2009 sang Erdmann die Titelrolle in Wolfgang Rihms eigens für sie geschriebenem Monodrama Proserpina. Im darauf folgenden Jahr betraute Rihm sie mit dem ersten Sopran in seiner neuen Oper Dionysos, die bei den Salzburger Festspielen 2010 unter der Leitung von Ingo Metzmacher uraufgeführt wurde und 2012 ihre Deutschlandpremiere an der Staatsoper Berlin erlebte. 2012 gestaltete sie die Weltpremiere von Rodion Shchedrins Kleopatra und die Schlange bei den Salzburger Pfingstfestspielen mit dem Dirigenten Valery Gergiev.

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Mojca Erdmanns Stimme ist auf zahlreichen Studioaufnahmen zu hören, wie z. B. die vielfach ausgezeichnete Aufnahme von Mahlers 4. Sinfonie mit den Bamberger Symphonikern unter Jonathan Nott und Ravels L’enfant et les sortilèges mit den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle, erschienen bei Sony. 2011 veröffentlichte RCA eine Aufnahme von Wolfs Italienischem Liederbuch mit Mojca Erdmann, Christian Gerhaher und Gerold Huber. Im Sommer 2009 unterschrieb Mojca Erdmann einen Exklusivvertrag bei der Deutschen Grammophon (DG), die erste gemeinsame Aufnahme mit Arien von Mozart und Mozarts Zeitgenossen erschien 2011 unter dem Titel Mozart’s Garden. Auf den kürzlich bei DG erschienenen Aufnahmen von Don Giovanni und Così fan tutte – beide unter der Leitung von Yannick Nézet-Séguin – ist sie in den Rollen der Zerlina und der Despina zu hören.

Die in Hamburg geborene Sopranistin Mojca Erdmann erhielt bereits als Sechsjährige ihren ersten Violinunterricht und sang im Kinderchor der Hamburgischen Staatsoper. Nach dem Abitur studierte sie parallel zu einem Violinstudium Gesang bei Hans Sotin an der Kölner Musikhochschule. 2002 gewann sie beim Bundeswettbewerb Gesang nicht nur den ersten Preis, sondern auch den Sonderpreis für Zeitgenössische Musik. 2005 wurde ihr vom Schleswig-Holstein-Musikfestival der NDR-Musikpreis sowie vom Kissinger Sommer der Luitpold-Preis verliehen.